Abschluss des Freiwilligendienstes

Liebe Leser,

nun ist es vorbei…seit über einem Jahr schon habe ich mich nun intensiv durch das Programm “weltwärts” mit dem Thema Entwicklung, sozialer Arbeit, der Umwelt und vor allem mit dem Thema Kultur auseinandergesetzt  - und dabei wertvolle Erfahrungen gesammelt, in einem ständigen Fluss von Lernen und Helfen.

Mein Rückkehrerseminar, bei dem ich die 60 weiteren Freiwilligen des Vorbereitungsseminars erneut traf, ist nun auch vorüber. Wir haben uns viel erzählt, zugehört, und auch diskutiert. Wie geht es weiter? Denn wirklich abschließen können viele mit dieser Erfahrung nicht, zu sehr hat sie Erlebtes beeindruckt und geprägt. Es wird immer einen Platz in ihrem Bewusstsein einnehmen!

Auch wenn ich nun mit dem sehr zeitintensivem Psychologiestudium in Freiburg beginne, habe ich feste Ziele, die Arbeit des Jahres in sinnvoller Weise fortzuführen. Diese sind:

- Kompletieren und Veröffentlichen der Umweltaktivitäten “Una Pincelada De Ecología” (siehe APECO-Seite)

- Finanzielle Unterstützung für Freiwilligenarbeit bei APECO, Kampagnen und Vermittlung in Deutschland

- Entwickeln einer Geschäftsidee zwischen Peru und Deutschland (Produkte aus recycelten Materialien?) -> Firma/Verein

Ich denke, dass dies schon sehr viel ist und die Hilfe weiterer Personen bedarf. Da mein zukünftiger Studienort starke Beziehungen zu Peru pflegt, bin ich zuversichtlich, auf Gleichgesinnte zu treffen und etwas aufzubauen. Ich lade Sie auch herzlich dazu ein, sich daran zu beteiligen. :)

Ansonsten können Sie in Zukunft meinen Blog zum Psychologiestudium besuchen!

Mit freundlichem Gruß,

Johannes

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Monatsberichte Juni/Juli 2010

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Rückblick Monat Mai 2010 – und der letzte Monat hat begonnen!

Nun ist der Gedanke des baldigen Abschieds kaum noch zu verdrängen, jeder Tag wird ein letztes Mal irgendeiner Sache, doch natürlich geht es weiterhin weiter mit der Arbeit, ja mehr als zuvor. Lesen Sie dazu mehr in meinem Monatsrückblick: hier klicken

Saludos de Peru!

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Monatsbericht April 2010

Die Zeit nimmt seinen ständigen Lauf

Und bringt einen neuen Bericht hierauf!

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März 2010 – Großer Reisebericht mit vielen Fotos

Lieber Leser,

In meinen ersten Ferien habe ich die Zeit genutzt und viele Orte Perus kennengelernt. Lesen Sie den Reisebericht, es lohnt sich!

Reisebericht März 2010

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Monatsbericht Februar 2010

Liebe Leser,

nach dem nun ausreichend langen Urlaub kommt der Monatsbericht vom Februar, der des folgenden Monats März wird eine auschließlicher Reisebericht werden, da bedeutet viele Fotos, interessante Begegnungen und, wie es kommen musste, auch abenteuerliche Pannen!

In den nächsten Tagen folgt also der nächste Bericht!

Herzlichen Gruß,

Johannes

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Nun mehr als 2500 Fotos von Peru online

Nach der Hälfte unseres ersten Ferienmonats habe ich nun die Zeit gehabt, die Fotoalben Perus auf den aktuellen Stand zu bringen. Es sind nun fast alle Fotos meiner bisher 7 Monate Peru online, das sind rund 2600 Fotos. Ich wünsche euch viel Spaß beim Stöbern und beim anschaulichen Kennenlernen der Orte Perus.

Hier geht es zu den Fotoalben

p.s.: Ich weise darauf hin, das nicht alle Fotos von mir aufgenommen wurden, jedoch ein sehr großer Teil. Ein Dank an die weiteren Fotografen an dieser Stelle!

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Neue Monatsberichte (Dezember/Januar)

Liebe Leser,

mit viel Verspätung habe ich nun meine Monatsberichte der vergangenen zwei Monate geschrieben. Ich habe mir Mühe gegeben. Wie immer sind Rückmeldungen willkommen! Das nächste Mal werde ich Fotos hinzufügen, um den Bericht etwas ansprechender zu gestalten.

Dezember 2009
Januar 2010

Herzlichen Gruß aus Peru,
Johannes

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Spendenanfrage für Projekt: Eröffnung eines Stoffbeutel-Workshops für die Behindertenschule San Bartolo

Projekt im Überblick:
Einführungszeitraum:
> April 2010
Ziel:
> Dieses Projekt vereint zwei unterschiedliche Ziele. Die Behinderten können unter Anleitung ihrer Betreuer eine eigene kleine Firma betreiben und dabei gleichzeitig den hohen Verbrauch von Plastikbeuteln in den Läden San Bartolos senken, in dem sie die hergestellten Stoffbeutel in Zusammenarbeit mit den Läden den Kunden zum Verkauf anbieten.
Anfangskosten:
> 125-250 Euro: 2-4 Nähmaschine (pro Nähmaschine schätzungsweise 50 €) Zubehör wie Ersatznadeln, Nahttrenner, Schere und Verlängerungskabel
Verantwortliche:
> APECO Freiwillige Clemens Gonnermann und Johannes Falck in Zusammenarbeit mit dem Schuldirektor Sr. Santos Alvarez

Hintergrund:
Die Spezialschule in San Bartolo, eine der wenigen peruanischen Schulen für körperlich und geistige Behinderte, hat bis dato kaum Angebote, den Schülern neben dem regulären Unterricht praktische Dinge für das Leben beizubringen.
Bisher existiert lediglich ein Gemüsegarten, den die Schüler mit einer Betreuerin bewirtschaften und sich so mit frischen Salaten und anderem Gemüse selbst versorgen.
In einem Gespräch mit dem Schuldirektor entstand die Idee, eine kleine Nähwerkstatt für die Schüler einzurichten, Platz sei genug vorhanden.

Vorteile:
Die Vorzüge einer solchen Werkstatt sind vielseitig. Die Behinderten erlernen eine in ihrem Rahmen mögliche Tätigkeit, sie fühlen sich nicht nutzlos sondern erkennen in ihrem Schaffen ihren Selbstwert. Dies kann eine große Bereicherung für ihr Leben sein. Sie lernen in einem kleinen Rahmen zu wirtschaften. Auch für die Gesellschaft erfüllt es eine wichtige Aufgabe. Gewöhnliche Menschen werden sich bewusst, dass auch die Behinderten einen Platz in der Gesellschaft haben, denn diese werden in Peru oft komplett ausgeblendet und totgeschwiegen.
Das Projekt trägt zu einer umweltfreundlicheren Konsumkultur San Bartolos bei. Der Verbrauch von Plastiktüten ist in Peru sehr hoch, da jeder Einkauf in dünnen Tüten eingepackt wird, welche nach Gebrauch weggeworfen werden, häufig irgendwo auf die Erde, wodurch es ein auch Grund für die Umweltverschmutzung ist. Diesem steuert das Projekt mit robusten, waschbaren und daher ständig wieder verwendbaren Stoffbeuteln entgegen.

Ihre Hilfe!
Zur Durchführung des Projektes fehlen bisher die finanziellen Mittel, zwar ist es nicht sehr viel, für peruanische Verhältnisse jedoch ein Vermögen. Sind sie von dem Projekt überzeugt? Dann schicken Sie uns eine Spende an:
Sparkasse Mittelthüringen
BLZ 82051000
Konto 1370030726
Verwendungszweck: Stoffbeutel Behindertenschule

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie uns an: jofamac[at]arcor[punkt]de

Weitere Informationen zu unserem Freiwilligendienst im Rahmen des weltwärts Programms finden Sie auf unseren Blogs:
Johannes: http://perufreiwilliger.wordpress.com
Clemens: http://clemensinperu.wordpress.com

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5. Schulkultur

Wie alle Gebäude ist das Schulgebäude in San Bartolo von hohen Mauern Gebäuden, zwar besitzt es große Tore, doch diese sind geschlossen. Möchte ich eintreten, muss ich klingeln, damit der Hausmeister ein kleines Türchen öffnet, durch das ich kaum hindurch passe. Bin ich aber erst einmal drin, richten sich wie bei jedem Gringo (Weißer) erst einmal die neugierigen Augen Hunderter Kinder auf mich. Schon nach kurzer Zeit werde ich umkreist, Kinder sagen entzückt hallo, andere umarmen dich, andere wiederum möchten mit dir Seil springen, geben dir etwas von ihrem Pausenessen oder fragen dir Löcher in den Bauch. Was es auch sei, Ablehnung erlebte ich nie, so war es immer eine Freude ihnen Unterricht zu geben.
Manchmal war die Begeisterung aber auch ein Hinternis, wenn ihr Interesse völlig Deutschland galt statt dem Thema des Unterrichtes.
Doch in Peru herrscht sowieso eine eigene Schulkultur, die Schüler nutzen jede Minute, um sich auszutoben, Volleyball oder Fußball zu spielen, Seil zu springen oder einfach schreiend über den Hof zu rennen. Eigentlich wird versucht eine strenge Schulführung umzusetzen, jeden Morgen reihen sich die Schüler in ihrer Schuluniform zum Appell auf dem Hof auf, jede Klasse angeführt vom Brigadenführer. Unter den Schülern gibt es die “Umweltpolizei” und weitere “Polizisten” für andere Aufgaben, und in den Klassenzimmern steht auf Plakaten groß geschrieben, wie sich ein Schüler vorbildlich verhält. Doch all diese Strukturen deuten höchstens auf die Vergangenheit der spanischen Inquisition hin, denn selbst Lehrer nehmen die straffe Organisierung nicht so ernst (Ein Glück auch!).
Ein ganz anderer Geist lebt in den Menschen hier. Sie gelten zwar als eher zurückhaltend und ruhig im Vergleich anderer Südamerikaner, und doch spielt der Tanz eine zentrale Rolle in der Schule und zeigt, was in ihnen steckt. Jeden Tag versammeln sich Klassen nach dem Unterricht, um ihre Tänze zu praktizieren, die Eltern stehen und sitzen meist darum und genießen die Zelebration, es scheint, als würden sie in dem Moment in ihrer Kindheit und der fernen Heimat schweben.
Wie alle staatlichen Schulen ist diese hier sehr arm und kann sich keine Fachlehrer leisten, jede Klasse muss sich mit einem Lehrer begnügen, der ihn von der ersten bis zur sechsten Klasse in jedem Fach unterrichtet. Umso verständlicher ist es, wenn sie sich freuen, dass nun jemand anders kommt, um ihnen Dinge beizubringen.
Da die Schüler sehr aktiv sind, muss man sie ab und zu mit einem Lied oder Ähnlichem beruhigen. Alle Kinder freuen sich unheimlich auf kleine Geschenke, bekommen sie eine kleine Pflanze geschenkt, sind sie so stolz und dankbar. Wenn sie wissen, am Ende der Stunde eine kleine Belohnung zu bekommen, werden sie unheimlich kooperativ und aufmerksam, wie man sie sonst nicht kennt.
Hat man das Schulleben erst einmal kennengelernt und sich daran gewöhnt, ist die Anstregung fast verflogen und man kann eine Menge Spaß und Erfolg mit den Kinder haben.

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